Wandern auf Sardinien

Die Vielfältigkeit und Naturschönheiten im Landesinneren Sardiniens lassen sich am besten zu Fuß entdecken. Wer Freude an Wandertouren hat, wird auf Sardinien in vielfacher Hinsicht auf seine Kosten kommen. Die Berge sind zwar nicht sehr hoch, dafür genießt der Urlauber jedoch Einsamkeit, Unberührtheit und Wildnis.

Es gibt kaum markierte Wege. Den Mangel an gekennzeichneten Routen gleicht jedoch das große Angebot von geführten Wandertouren aus, die in vielen Regionen durchgeführt werden. Die Führer sprechen neben Italienisch meist auch Deutsch oder Englisch. Sie kennen nicht nur die vielen Wege und Sehenswürdigkeiten ihrer Region, sondern auch die Flora und Fauna.

Zu den schönsten Wanderregionen auf Sardinien gehört das gewaltige Kalksteinmassiv Supramonte, welches sich von Nuoro bis Baunei an der Ostküste hinzieht. Heutzutage ist das Supramonte eine der menschenleersten und wildesten Gegenden in ganz Europa. Oft wird der Weg von engen Schluchten, Kalkbefestigungen, Plateaus, sowie versteckten und geheimnisvollen Klammen unterbrochen.

Im Supramonte di Oliena in einer verborgenen Höhle am Monte Tiscali, kann der Urlauber die letzte Zufluchtsstätte des steinzeitlichen Nuraghervolks entdecken. Im Supramonte di Baunei befindet sich die grandiose Hochebene Su Gologo mit der Voragine di Golgo, einem sagenhaft tiefen Karstloch. Die Erkundung des Supramonte auf eigene Faust sollten jedoch nur Urlauber angehen, die erfahren und gut ausgerüstet sind.

Im Gegensatz dazu wirkt das Gennargentu-Gebirge mit seinen grünen Gipfeln fast mild. In den Laubmischwäldern der hügeligen Barbagia fühlt man sich fast wie im deutsche Mittelgebirge, ohne die Massen von Wanderern und ohne gut ausgeschilderte Wege und Raststätten! Die höchste Bergspitze des Gennargentu, ist die „Punta La Marmora“ mit ihren 1834 Metern.

Von hier aus hat der Urlauber einen traumhaften Blick auf die ringsum liegenden Küsten. Nur die nördlichen Gestade werden durch das Limbara-Gebirge verdeckt. Im Gennargentu befindet sich auch einer der tiefsten Canyons Europas, der Gola di Gorropu. Der Canyon gehört zum Nationalpark Gennargentu in dem beispeilsweise Mufflons und Steinadler leben.

Familien mit Kindern können die Wanderege von Giare nehmen, die eindrucksvollen Tafelberge der Marmilla. Das pfannkuchenflache Hochplateau ist von unberührter Natur mit unzähligen Tieren, darunter auch Wildpferden, überzogen und ideal zum familiären Wandern.

Eine der menschenleersten und wegemässig unerschlossensten Gegenden ist das Sarrabus-Gebirge, welches sich ganz im Südosten Sardiniens befindet. In dessen Mitte befindet sich der Naturschutzpark Monte Sette Fratelli mit lauschigen Picknickplätzen und ausgeschilderten Wanderpfaden. Hier hat der selten gewordene sardische Hirsch einen seiner letzten Zufluchtsorte gefunden.

Doch auch die abwechslungsreichen Küstenregionen lohnen sich für eine Wanderung. So ragt beispielsweise im Golf von Orosei die gewaltigste Steilküste des gesamten Mittelmeerraums aus dem Wasser, welches einer der landschaftlichen Höhepunkte Sardiniens ist.

michidavinca, 21. Dezember 2009

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