Sehenswürdigkeiten – Der Vatikan

Der Vatikan – Stato della Città del Vaticano – ist bekanntlich souveränes Staatsgebiet des Papstes. Er liegt innerhalb des Stadtgebietes von Rom und hat eine Fläche 44.000 qm und rund 800 Einwohner. Zur Vatikanstadt gehören der Petersdom, der Petersplatz, die Sixtinische Kapelle sowie die Paläste und Gärten innerhalb der vatikanischen Mauern.

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Die Staatsform im Vatikan ist eine absolute Wahlmonarchie. Der Papst ist unumschränkter politischer Herrscher und berechtigt, alle Entscheidungen zu treffen. Der Kardinal-Staatssekretär ist nach ihm der zweite Mann im Staat und Vertreter des Papstes in allen weltlichen Angelegenheiten. Im Vatikan lebt der Papst mit seinen Kardinälen, Prälaten und den Schweizer Gardisten. Als souveräner Staat wickelt der Vatikanstaat seine Finanzgeschäfte eigenständig ab. Zu seinen Haupteinnahmequellen gehören die Geschäfte innerhalb des Vatikans, freiwillige Spenden, der Verkauf von Münzen sowie die Vermietung der rund 2.400 Häuser außerhalb des Vatikans. Außerdem besitzt der Vatikan Gold und Kunstschätze von unsagbarem Wert.

Der Amtssitz der Päpste war bis ins 14. Jahrhundert nicht der Vatikan, sondern der Lateranpalast. „Vatikan“ bezeichnete zunächst einem am rechten Tiberufer gelegen Hügel Roms (mons vaticanus). Im 4. Jahrhundert hörten unter Kaiser Constantin die grausamen Christenverfolgungen auf, und er ließ an der Stelle, wo angeblich der Apostel Petrus begraben wurde, eine große Grabeskirche errichten – St. Peter. Lange Zeit blieb die Petersbasilika nur eine Grabkirche auf freiem Feld vor der Stadt. Die Päpste residierten im Lateranpalast, der ihnen ebenfalls von Konstantin geschenkt worden war. In der Mitte des 9. Jahrhunderts wurden unter Leo IV. die ersten größeren Mauern gebaut und es wurden damit die Grenzen des heutigen Vatikanstaates festgelegt.

Mit dem Ende des römischen Reiches gewannen die Päpste immer mehr Macht. Es dauerte allerdings noch sehr lange, bis der Papst seine Autorität in Rom durchsetzen konnte. 1377 kehrte der Papst nach Rom zurück und der vatikanische Hügel wurde zum päpstlichen Regierungssitz. Unter Nikolaus V. (1447 – 1455) wurden die ersten gewaltigen Baupläne erschaffen. Diese wurden zwar nur zum Teil umgesetzt, sie weckten aber den Ehrgeiz der nachfolgenden Päpste. Es entstanden zahlreiche Kirchen, Kapellen, Verwaltungsgebäude und andere Bauwerke. 1506 begannen die Bauarbeiten am Petersdom, der im Jahre 1626 eingeweiht wurde. Das Territorium des Kirchenstaates weitete sich immer mehr aus.

Im Zuge der italienischen Einigung wurde der Kirchenstaat jedoch besetzt. Der Status der Vatikanstadt war zunächst ungeklärt, die Herrschaft der katholischen Kirche blieb in ihr jedoch bestehen. Aber erst durch die Lateranverträge von 1929 wurde der Kirchenstaat wieder als souveräner Staat festgeschrieben.

Cassia, 28. Januar 2009

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