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Schiefe Türme sind nicht nur eine Spezialität von Pisa. Bologna kann gleich zwei schiefe Türme vorzeigen: Garisenda und Asinelli. Der größere der beiden (Asinelli) war im Hochmittelalter für 137 Jahre das höchste Gebäude Europas.
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Die mittelalterlichen Geschlechtertürme sind ein Wahrzeichen der Stadt Bologna. Der Geschlechterturm ist eine ursprünglich in Italien als Statussymbol einflussreicher Patrizierfamilien entstandene Bauweise, nach der unterschiedlich hohe, in der Grundfläche meist quadratische Wohntürme errichtet wurden. Je höher der Turm einer Familie gebaut wurde, desto höher war das Ansehen dieses Geschlechts.
Nur 20 von etwa 180 Geschlechtertürmen existieren noch in Bologna. Im Laufe des 13. Jahrhunderts wurden viele Türme entweder geschleift oder abgebaut, andere stürzten ein. Später dienten sie als verschiedene Einrichtungen: Kerker, Bürgertürme, Geschäfte, Wohnungen.
Die letzten Türme wurden im 20. Jahrhundert in Folge einer ehrgeizigen und – aus der heutigen Perspektive – unnachhaltigen Stadterneuerung abgebaut, wie die Türme Artemisi und Riccadonnadie im Jahre 1917 gesprengt wurden. Sie lagen im Stadtteil Mercato di Mezzo nebst den heutigen schiefen Türmen.
realloc, 17. Februar 2009