Burgenland

Das Burgenland ist das östlichste der österreichischen Bundesländer. Es grenzt an Ungarn, Slowenien und die Slowakei.

Insgesamt leben im Burgenland ca. 280.000 Menschen. Hauptstadt des sehr ländlich-kleinstädtisch geprägten Landes ist Eisenstadt mit knapp 13.000 Einwohnern. Der Neusiedler See bildet über eine weite Strecke die Grenze zwischen dem Burgenland und Ungarn.

Landschaftlich und klimatisch ist das Burgenland eine Übergangsregion zwischen den letzten Ausläufern der Alpen im Westen und der pannonischen Tiefebene im Osten. Das bedeutet: Es ist hügelig bis flach (höchste Erhebung: nur 884 m – das ist für österreichische Verhältnisse niedrig!), das Klima ist kontinental mit heißen Sommern und recht kalten Wintern.

Die schönsten Reisemonate sind der Mai und die Sommermonate. Auch im „goldenen Oktober“ kann es im Burgenland noch sehr schön sein, wenn in den großen Weinanbaugebieten die Trauben geerntet werden. In kalten Wintern friert der Neusiedler See, der als Steppensee sehr flach ist, möglicherweise zu, so dass man Schlittschuh laufen oder über den See wandern kann. Wagemutige betreiben dann sogar Sportarten wie Eis-Kiten oder Eissegeln.

Aber die meisten Touristen kommen im Sommer ins Burgenland, schon deshalb, weil nur in der schönen Jahreszeit die Störche im Land sind! Das Burgenland ist berühmt für die vielen (bewohnten) Storchennester in den Dörfern! Im Sommer ist der 320 qkm große Neusiedler See ein Paradies für Schwimmer und Surfer oder auch für Leute, die sich in einem der zahlreichen Strandbäder erholen wollen.

Auch das Kite-Surfen wird eifrig ausgeübt, da die Windverhältnisse günstig sind. Wer Zeit und Ausdauer genug hat, kann auch um den ganzen See herum wandern oder radeln. Naturfreunde können am Neusiedler See die vielfältige Flora und Fauna betrachten. An den Seeufern wachsen Lilien, Heidekraut und Orchideen. Vor allem sind um den See unzählige Vögel zu Hause: Seeadler, Seeschwalben, Graureiher …

Das Burgenland ist – wie ganz Österreich – katholisch geprägt, was sich u.a. an den prächtigen Kirchenbauten erkennen lässt (ein Beispiel: der Dom St. Martin in Eisenstadt, im gotischen Stil erbaut). Die Tradition des Pilgerns und der Wallfahrt ist hier sehr lebendig. Nicht weniger als sieben Pilgerwege führen durch das Burgenland, einer z.B. von Eisenstadt zur Loretto-Basilika und wieder zurück.

Nicht nur Einheimische, sondern auch Touristen finden Gefallen an dieser geruhsamen Art des Wanderns. In der Landeshauptstadt Eisenstadt sind vor allem das Schloss Esterházy mit dem herrlichen Schlosspark und das Burgenländische Landesmuseum Touristenattraktionen. Musikfreunde werden sicherlich auch bei Joseph Haydns Grabstätte vorbeischauen.