Kulturhauptstadt 2010

Unsere Kulturhauptstadt 2010, meine Heimatstadt Essen, bietet schöne, oftmals aus der Industrie heraus geborene Sehenswürdigkeiten. Zum Beispiel die Villa Hügel im schönen Essener Süden - für Touristen ein Muss.

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Oberhalb des Baldeney-Sees liegt die Villa Hügel, die 1986 unter Denkmalschutz gestellt wurde. Einst diente dieses stolze, 8.100 m2 Fläche und 269 Räume umfassende Anwesen dem Industriellen Alfred Krupp und seiner Familie von 1873 bis 1945 als Wohnsitz. Heute finden hauptsächlich Kunstausstellungen (bei denen Einblick in das Wohnhaus gewährt wird) und Konzerte statt. Von 1868 bis 1872 wurden Alfred Krupps strenge Baupläne und Vorgaben umgesetzt, entwarf er doch selbst dieses schloßähnliche Gebäude.

Von 1914 bis 1919 entstand ein weiterer Anbau, nämlich das Gästehaus, um die zahllosen Besucher der Familie angemessen residieren zu lassen. Es musste ein hoher Standard gewährleistet werden, wurden hier doch auch Krupps internationale Geschäftspartner empfangen die den Wohlstand des Unternehmens sicherten. Aufgrund von Alfred Krupps Feuerphobie, die ihn sein Leben lang quälte, wählte er ausschließlich Materialien, die größtenteils robust und feuerunempfindlich waren wie Glas, Stein, Metall und Marmor. Natürlich achtete er auch auf einen hohes Maß an Komfort- da scheute er auch keine Kosten und Mühen. Für damalige Verhältnisse entstand so ein sehr modernes Anwesen.

Das heutige Gästehaus dient als Dauerausstellung der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung (die dort auch ihren Sitz hat), der Präsentation des Unternehmens sowie dem Andenken der Familie Krupp selbst. Sehenswert, wurde doch fast alles so belassen wie es zum damaligen Zeitpunkt war. Bei einem Besuch sollte man unbedingt auf die kleinen, damals hoch-aktuellen Details achten.

Verbunden sind diese beiden Gebäude durch einen Trakt. Anfänglich gehörte auch ein Bauernhof zu der Anlage, damit eine autonome Versorgung gewährleistet werden konnte, wurde später jedoch abgerissen. Als Baustil der Villa Hügel wurde hauptsächlich die viktorianisch-klassizistische Richtung gewählt, was natürlich auch Repräsentationszwecken diente.

Eine wunderschöne Grünanlage von rund 20 Hektar- eine Verschmelzung von Park und Wald- umschließt diese Villa, in der man besonders im Sommer verträumte Spaziergänge machen kann. Der Park wurde ganz im englischen Stil angelegt, von dessen schlichter Noblesse Alfred Krupp sehr angetan war. Damit Krupp selbst zu Lebzeiten den Park genießen konnte, ließ er neben seltenen Holzgewächsen bereits ausgewachsene, alte Bäume pflanzen.

Ravenna, 1. März 2010

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