Florida und die Märchenwelt

Florida ist der Platz der ersten und der vorläufig letzten Eroberung auf dem heutigen Territorium der USA. In St. Augustine gingen vor 500 Jahren die Spanier an Land. In Orlando haben die Mäuse vor gut 20 Jahren das Regiment übernommen - die Mickey-Mäuse. Zu ihrem direkten Gefolge gehören 35.000 Angestellte. Die Hilfstruppen sind 200.000 Mann stark und ihr Heer wird täglich größer.

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Übersetzt heißt das: Orlando war eine verschlafende Kleinstadt im Inneren der Halbinsel Florida, die die Mannen von Walt Disney kamen und ihr Märchenreich gründeten. Ihr Erfolg hat viele andere nachgezogen und aus Orlando die Hauptstadt eines amerikanischen Fantasialandes gemacht.

Eintauchen ins Reich der Träume. Heiterkeit kommt auf bei den Kunsttücken der Delphine im Marineland of Florida. Entspannung verschafft der Bummel über den Hollywood Boulevard in Orlandos Disney World, wo „M.M.“ in den Metro-Goldwyn-Mayer-Studios die Besucher empfängt und wo von der Wildwasserbahn bis zur Unterwasserwelt eine solche Fülle von Attraktionen entstanden ist, dass kein Gast an einem Tag alles „abhaken“ könnte. In dem Vergnügungspark gigantischen Ausmaßes ist auch hierfür gesorgt: die vielfältigen Unterbringungsmöglichkeiten zwischen Campingplatz und Luxushotel haben rund ums Jahr geöffnet.

Niemals hätten sich diesen Auftrieb der Millionen die rund 100 Einwohner träumen lassen, die in Orlando lebten, als das verschlafene Dorf 1875 die Stadtrechte erhielt. The Magic Kingdom – das Reich der Phantasie, in dem Mickey, Minnie, Goofy, Donald und Bambi – eben die ganze Schar der Disney-Figuren herrschen. Allein dieser Teil von Disney World kann ohne Schwierigkeiten ein kurzweiliges Tagespensum füllen. Und längst nicht nur Kinder lassen sich gern von der „Realität“ gewordenen Fiktion in den Bann ziehen. Allabendlich leuchtet Magic Kingdom im Schein des Feuerwerks. Als ob er nur auf einen Sprung zu Hause wäre, scheint Mickeys Auto geparkt.

In das 21. Jahrhundert ins Epcot-Center – dem dritten großen Bereich neben Magic Kingdom und den MGM-Studios – führt die Einschienenbahn. Das silbrig glänzende „Raumschiff Erde“, ein riesiges Aquarium oder eine spannende Reise von der Stein- bis zur Neuzeit sind nur einige Besucherstationen.

„Spaceport USA“, der Weltraumbahnhof der vereinigten Staaten. Von hier starteten die ersten Mondbesucher, hier erlebte man den ersten Start des Space Shuttles. Auf dem Gelände, umrahmt von einem großen Naturpark, wird die Geschichte der US-amerikanischen Raumfahrt in Zwei-Stunden-Busrundfahrten erlebbar. Gerade einige Jahrzehnte alt, zählen die ausrangierten Raketen bereits zum Museumsinventar.

Krokodile überqueren die Fahrbahn. Ob im Gatorland-Zoo oder in freier Wildbahn der Naturparks, die urzeitlichen Reptilien sind in Florida gehegte und gepflegte Attraktionen. An der lang gezogenen Atlantikküste zwischen Jacksonville und der Inselstrecke der Keys am Golf von Mexiko lassen sich Pelikane, zahlreiche Strandläufer aber auch riesige Wasserschildkröten beobachten, die dort ihre Eier vergraben.

Tallahassee, Floridas Hauptstadt, Wauchula, Okeechobee oder Kissimee, die Namen zahlreicher Städte oder Seen deuten auf ihre indianischen Ursprünge hin. Heute ist Florida ein Konglomerat der Einflüsse und zweisprachig. Die spanisch-karibischen Abenteurer haben den Grundstein gelegt, die offiziellen Schrifttafeln nehmen auf die zahlreichen Einwanderer aus Kuba und anderen spanisch sprechenden Ländern Rücksicht. In den Mangrovensümpfen mit tropischer Luftfeuchtigkeit und Vegetation erinnert das „Spanische Moos“ in den Baumkronen an die Pioniere aus der Alten Welt.

Einer der erfindungsreichsten Köpfe der USA, Thomas Alva Edison, hat auch in Florida Spuren seines Wirkens hinterlassen. Von der Glühbirne über das erste Filmstudio bis zur Sammlung exotischer Pflanzen reicht die Palette seiner Arbeiten, die man im Edison-Museum in Fort Myers bestaunen kann.

Florida, das ist Erholung pur: Golf, Tennis, Surfen, eine beschauliche Partie am Pool oder exotische Naturimpressionen, die witterungsgeprüfte Westeuropäer auf andere Gedanken bringen. Die Ballungszentren, voran die Metropole Miami, die Küstenregionen oder die Naturparks, wie der Everglades National Park südlich von Miami, lassen kaum touristische Wünsche offen.

michidavinca, 2. Dezember 2009

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2 Kommentare zu “Florida und die Märchenwelt”

  1. maTTes

    Im Hintergrund beim (Aussichts?)-Turm lässt sich auch eine Achterbahn erahnen 😉

  2. realloc

    Ja, stimmt. Danke, ich finde das Foto echt klasse … aber dieses Detail hatte ich noch nicht einmal bemerkt. 😀

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