Die Barranca del Cobre in Mexiko

Im mexikanischen Bundesstaat Chihuahua befindet sich eine der eindrucksvollsten Sehenswürdigkeiten Mexikos. Die Barranca del Cobre, eine weit verzweigte Schlucht, die noch größer ist als der Grand Canon in den USA.

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50 Kilometer lang und 1500 Meter tief ist die Kupferschlucht, die über Jahrtausende von Bergflüssen in die Felsen gespült wurde. Die beste Möglichkeit, die Schlucht zu erkunden bietet eine Fahrt mit der Eisenbahn durch den riesigen Canon, der seinen Namen von der kupfernen Farbe des Gesteins bekommen hat.

Von der Stadt Chihuahua aus kann man mit dem CHEPE, so wird der Zug genannt, bis zur Stadt Los Mochis, direkt am Pazifik, fahren. Durch wechselnde Klima- und Vegetationszonen geht die Fahrt, durch Schluchten und über Bergkämme. Auf seiner Reise durch fast 90 Tunnels und über 38 Brücken überwindet der CHEPE 2500 Meter Höhenunterschied. Wunderschöne, ganz unterschiedliche Landschaften durchquert der Zug. Pinienwälder, Bergseen, Wasserfälle, Pfirsichgärten, wüstenartige Ebenen, Wildwestdörfer und einsame Ranchos liegen auf seinem Weg.

Die Eisenbahntrasse wurde nach dem mexikanischen Bürgerkrieg zu Beginn des 20. Jahrhunderts geplant, konnte aber erst 1961 in Betrieb genommen werden. Ursprünglich sollte die Bahn eine Handelsverbindung zwischen dem Pazifik und dem mittleren Westen ermöglichen, heute dient sie aber fast ausschließlich als Touristenattraktion.

Die Eisenbahnreisenden können die Fahrt durch die Barranca del Cobre jederzeit unterbrechen und sich unterwegs in Hotels an den Bahnstationen einquartieren. Von hier aus lässt sich die Kupferschlucht auf Wanderungen, Fahrradtouren oder auch auf einem gemieteten Pferd, ausgiebig erkunden.

So gibt es noch einige alte Missionskirchen aus der Zeit der Kolonisierung in der Schlucht zu entdecken. Die Tarahumara findet man hier noch wie früher in ihren Hütten und Höhlen. Sie zeigen bis heute kaum Interesse an der Welt der Zivilisation. Auch Nachkommen der Mennoniten, die 1920 Kanada verlassen haben, um sich in der Kupferschlucht anzusiedeln, leben hier noch weitgehend abgeschieden von der Moderne. Man könnte meinen, einen Besuch in einem anderen Jahrhundert zu machen.

Ein außergewöhnliches Erlebnis ist diese Fahrt mit dem CHEPE durch die Barranca del Cobre und wenn der Reisende am Ende der Fahrt den Pazifik vor sich liegen sieht und in die Gegenwart zurückkehrt, so wird er sich noch lange an die zurückliegenden Eindrücke erinnern.

spirou, 28. Februar 2010

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